Allgemeine Geschäfts- und Zahlungsbedingungen
Stand: 01.10.2026
§1 Geltungsbereich
1. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Aufträge, Verträge, Lieferungen und sonstigen Leistungen der Firma Garten- & Landschaftspflege Bouten (nachfolgend „Auftragnehmer“) gegenüber ihren Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“). Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
§2 Vertragsschluss
1. Angebote des Auftragnehmers erfolgen schriftlich und sind 14 Kalendertage ab Ausstellungsdatum gültig oder wie auf dem Beleg angegeben.
2. Ein Vertrag kommt zustande durch schriftliche Annahme des Angebots durch den Auftraggeber oder durch die schriftliche Auftragsbestätigung des Auftragnehmers.
3. Bei Aufträgen mit Lieferung von Pflanzen oder anderen Materialien erfolgt grundsätzlich eine schriftliche Auftragsbestätigung.
4. Mündliche Auskünfte, Empfehlungen und Pflegehinweise unserer Mitarbeitenden sind unverbindlich, soweit sie nicht schriftlich oder in Textform bestätigt werden. Hiervon unberührt bleiben die dem Auftraggeber vom Auftragnehmer offiziell zur Verfügung gestellten schriftlichen oder digitalen Pflegehinweise, insbesondere im Rahmen der Anwuchs-Garantie gemäß §9.
§3 Leistungsumfang
1. Der Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot und der Auftragsbestätigung.
2. Änderungen oder Erweiterungen des Leistungsumfangs bedürfen der schriftlichen Vereinbarung.
3. Der Auftraggeber ist verpflichtet, dem Auftragnehmer freien Zugang zum Arbeitsort sowie die für die Leistungserbringung notwendigen Informationen und Flächen bereitzustellen.
4. Der Auftraggeber stellt dem Auftragnehmer für die Dauer der Leistungserbringung, soweit dies für die vereinbarten Arbeiten erforderlich ist, einen geeigneten Wasseranschluss sowie einen geeigneten Stromanschluss in zumutbarer Entfernung zum Arbeitsbereich kostenfrei zur Verfügung. Die Kosten des hierbei üblichen Wasser- und Stromverbrauchs trägt der Auftraggeber. Abweichende Vereinbarungen bedürfen der Vereinbarung im jeweiligen Auftrag.
§4 Preise und Zahlungsbedingungen
1. Die Vergütung erfolgt auf Basis von Stundenverrechnungssätzen, sofern keine Pauschalpreise ausdrücklich vereinbart sind.
2. Zur abrechenbaren Arbeitszeit gehören neben der unmittelbaren Ausführung der vereinbarten Arbeiten auch die unmittelbar auftragsbezogenen Nebenleistungen, insbesondere die erforderliche Erfassung und Dokumentation der ausgeführten Leistungen, Arbeitszeiten und eingesetzten Materialien im betrieblichen Dokumentationssystem des Auftragnehmers.
3. Bei einer Abrechnung nach Zeitaufwand wird die erfasste Arbeitszeit je eingesetztem Mitarbeiter und Einsatz auf Viertelstunden (0,25 Stunden) gerundet. Die Rundung erfolgt auf die jeweils nächstgelegene Viertelstunde. Zeitanteile von bis zu 7 Minuten werden dabei abgerundet, Zeitanteile ab 8 Minuten auf die nächste Viertelstunde aufgerundet. Die Rundung kann somit sowohl zugunsten als auch zulasten des Auftraggebers erfolgen.
4. Alle Preise verstehen sich exklusive der jeweils geltenden Mehrwertsteuer. Diese wird gesondert im Angebot und der Auftragsbestätigung aufgeführt.
5. Rechnungen sind innerhalb von 14 Kalendertagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig.
6. Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe berechnet. Der Auftragnehmer ist darüber hinaus berechtigt, einen nachweislich entstandenen weiteren Verzugsschaden nach den gesetzlichen Bestimmungen geltend zu machen.
§5 Lieferungen und Eigentumsvorbehalt
1. Pflanzen, Materialien und sonstige Liefergegenstände bleiben bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Auftragnehmers.
2. Der Auftraggeber verpflichtet sich, geliefertes Material pfleglich zu behandeln und nicht zu veräußern, solange es nicht vollständig bezahlt ist.
§6 Termine und witterungsbedingte Verschiebungen
1. Die Ausführungstermine werden individuell vereinbart.
2. Witterungsbedingungen, Materiallieferprobleme oder betriebliche Umstände (z.B. Personalausfall) können zu Terminverschiebungen führen. Der Auftragnehmer wird den Auftraggeber rechtzeitig darüber informieren.
3. Terminabsagen durch den Auftraggeber, nachdem Material bestellt oder geliefert wurde, berechtigen den Auftragnehmer, die entstandenen Materialkosten in Rechnung zu stellen.
§7 Kündigungsfristen bei regelmäßiger Gartenpflege
1. Bei regelmäßig wiederkehrenden Leistungen (z. B. Gartenpflege, Rasenpflege) kann der Vertrag von beiden Parteien mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende gekündigt werden.
2. Die Kündigung bedarf der Textform (z.B. per E-Mail).
3. Bis zum Wirksamwerden der Kündigung können bereits vereinbarte Leistungen entsprechend der bestehenden Vereinbarung durchgeführt und abgerechnet werden. Gesetzliche Rechte des Auftraggebers zur Absage oder Beendigung einzelner Aufträge bleiben unberührt.
§8 Abnahme und Gewährleistung
1. Nach Beendigung der Arbeiten ist die vertragsgemäß erbrachte Leistung vom Auftraggeber abzunehmen, soweit eine Abnahme nach Art der Leistung vorgesehen ist. Die Abnahme kann auch durch schlüssiges Verhalten, insbesondere durch vorbehaltlose Ingebrauchnahme der fertiggestellten Leistung, erfolgen, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür vorliegen.
2. Für Mängelansprüche gelten die gesetzlichen Bestimmungen und Verjährungsfristen.
3. Der Auftraggeber wird gebeten, erkennbare Mängel möglichst unverzüglich, vorzugsweise innerhalb von 14 Kalendertagen nach Abnahme bzw. Feststellung des Mangels, dem Auftragnehmer mitzuteilen. Dies gilt insbesondere bei Pflanzen, Rasenflächen und sonstigen Leistungen, bei denen durch eine frühzeitige Mitteilung geeignete Pflege-, Schutz- oder Nachbesserungsmaßnahmen ermöglicht und weitergehende Schäden vermieden werden können. Die gesetzlichen Mängelrechte und Verjährungsfristen des Auftraggebers werden durch diese Bitte nicht eingeschränkt.
4. Bei berechtigten Mängelansprüchen richten sich Art und Umfang der Nacherfüllung sowie etwaige weitergehende Ansprüche nach den gesetzlichen Bestimmungen.
5. Natürliche Veränderungen, die aufgrund der gewöhnlichen Eigenschaften, der natürlichen Entwicklung oder der bestimmungsgemäßen Lebensdauer von Pflanzen eintreten, stellen für sich genommen keinen Mangel dar. Dies gilt insbesondere für saisonale, einjährige oder zur Wechselbepflanzung bestimmte Pflanzen, deren natürliche Vegetations- oder Lebensdauer begrenzt ist. Gesetzliche Mängelansprüche wegen eines bereits bei Übergabe bzw. Abnahme vorhandenen Mangels bleiben unberührt.
6. Der Auftraggeber hat dem Auftragnehmer Gelegenheit zu geben, die betroffene Pflanze und deren Standort vor einer Entfernung oder einem Austausch zu besichtigen und die Ursache des Ausfalls zu prüfen. Ist eine Erhaltung der betroffenen Pflanze bis zur Besichtigung nicht zumutbar, soll deren Zustand vor der Entfernung durch aussagekräftige Fotografien dokumentiert werden.
7. Schäden oder Ausfälle, die nach Übergabe bzw. Abnahme durch unzureichende oder unsachgemäße Pflege, Bewässerung oder Düngung, durch Schädlings- oder Krankheitsbefall, Witterungs- oder Umwelteinflüsse oder durch sonstige vom Auftragnehmer nicht zu vertretende Umstände entstehen, begründen keine Mängelansprüche gegen den Auftragnehmer, soweit die Ursache nicht bereits in einer mangelhaften Leistung des Auftragnehmers liegt. Die Regelungen zur freiwilligen Anwuchs-Garantie gemäß § 9 bleiben unberührt.
§9 Anwuchs-Garantie für Pflanzen
1. Für durch den Auftragnehmer gelieferte und gesetzte Pflanzen (mehrjährige Stauden, Gehölze, Heckenpflanzen und Bäume sowie Rollrasen) wird eine freiwillige Anwuchs-Garantie von 12 Monaten ab Abnahme gewährt. Die gesetzlichen Mängelrechte des Auftraggebers bleiben hiervon unberührt.
2. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Anwuchs-Garantie ist eine fachgerechte Pflege der Pflanzen durch den Auftraggeber. Maßgeblich sind insbesondere die vom Auftragnehmer zur Verfügung gestellten Pflegehinweise „Bäume & Gehölze“ sowie „Stauden- und Beetpflanzen“ in der jeweils bei Vertragsschluss einbezogenen Fassung. Soweit Rollrasen Gegenstand der vereinbarten Leistung und Garantie ist, gelten ergänzend die Pflegehinweise „Rollrasen“.
3. Der Auftraggeber hat bei Inanspruchnahme der Anwuchs-Garantie die zur Prüfung des Garantiefalls erforderlichen Angaben über die durchgeführten Pflegemaßnahmen zu machen und auf Nachfrage geeignete Nachweise hierüber vorzulegen, soweit ihm dies zumutbar ist.
4. Die Pflegehinweise werden dem Auftraggeber in Papierform und/oder digital zur Verfügung gestellt. Der Auftraggeber ist insbesondere verpflichtet, die dort beschriebenen Vorgaben zur Bewässerung und sonstigen Anwuchspflege einzuhalten.
5. Die Anwuchs-Garantie besteht nicht, soweit der Ausfall oder die Schädigung darauf zurückzuführen ist, dass die erforderlichen Pflegemaßnahmen nicht oder nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Gleiches gilt für Schäden aufgrund von Witterungsextremen, Schädlingsbefall oder sonstigen Umständen, die nicht vom Auftragnehmer zu vertreten sind.
6. Liegen die Voraussetzungen der Anwuchs-Garantie vor, erfolgt bei einem Ausfall innerhalb des Garantiezeitraums einmalig ein kostenloser Ersatz bzw. eine Nachpflanzung in angemessenem Umfang.
§10 Bewässerungssysteme
1. Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde, erfolgt die Installation von Bewässerungssystemen ab einem vorhandenen und vom Auftraggeber bereitgestellten Wasseranschluss bzw. einer vorhandenen Pumpe. Die Herstellung, Änderung, Prüfung, Reparatur oder Instandsetzung der dem Bewässerungssystem vorgelagerten Wasser- und Stromversorgung ist nicht Bestandteil der vereinbarten Leistung.
2. Der Auftraggeber hat sicherzustellen, dass die bauseitig vorhandene Wasser- und, soweit erforderlich, Stromversorgung für den bestimmungsgemäßen Betrieb des vereinbarten Bewässerungssystems geeignet und funktionsfähig ist. Hierzu gehören insbesondere eine ausreichende Wassermenge, ein ausreichender Wasserdruck bzw. eine ausreichende Förderleistung einer vorhandenen Pumpe sowie eine funktionsfähige Stromversorgung, soweit diese für das System erforderlich ist.
3. Der Auftragnehmer übernimmt keine Verantwortung für Funktionsstörungen, Leistungseinschränkungen oder Schäden, soweit diese auf einer unzureichenden, schwankenden oder mangelhaften bauseitigen Wasser- oder Stromversorgung oder auf sonstigen, nicht vom Auftragnehmer zu vertretenden bauseitigen Gegebenheiten beruhen.
4. Erkennt der Auftragnehmer bei Ausführung der Arbeiten Umstände, die einer ordnungsgemäßen Installation oder einem bestimmungsgemäßen Betrieb des Bewässerungssystems offensichtlich entgegenstehen, wird der Auftraggeber hierauf hingewiesen. Eine weitergehende technische Prüfung der bauseitigen Wasser- oder Stromversorgung muss durch einen entsprechenden Fachbetrieb erfolgen.
5. Die gesetzlichen Mängel- und Haftungsansprüche für die vom Auftragnehmer selbst ausgeführten Leistungen bleiben unberührt.
§11 Dokumentation der ausgeführten Leistungen
1. Der Auftragnehmer ist berechtigt, den Zustand des Arbeitsbereichs sowie die ausgeführten Leistungen vor, während und nach der Durchführung der Arbeiten fotografisch zu dokumentieren, soweit dies zur Dokumentation des Arbeitsfortschritts, zur Qualitätssicherung, zur Abrechnung oder zur Beweissicherung erforderlich ist.
2. Die fotografische Dokumentation kann insbesondere Übersichts- und Detailaufnahmen der bearbeiteten Gärten, Außenanlagen, Pflanzen, Bauteile und sonstigen Leistungsbereiche umfassen.
3. Bei der Erstellung und Speicherung der Aufnahmen werden die datenschutzrechtlichen Bestimmungen beachtet. Personen sowie für die Dokumentation nicht erforderliche personenbezogene oder besonders private Bereiche sollen nach Möglichkeit nicht aufgenommen bzw. unkenntlich gemacht werden.
4. Eine Veröffentlichung oder Nutzung der Aufnahmen zu Werbe- oder Referenzzwecken richtet sich ausschließlich nach §13 dieser AGB.
§12 Haftung
1. Der Auftragnehmer haftet für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Auftragnehmers, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
2. Für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit haftet der Auftragnehmer nach den gesetzlichen Bestimmungen.
3. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Auftragnehmer für den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf.
4. Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
5. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht, soweit der Auftragnehmer eine Garantie übernommen oder einen Mangel arglistig verschwiegen hat oder soweit eine zwingende gesetzliche Haftung besteht.
6. Keine Haftung besteht für Schäden, die ausschließlich durch eine unsachgemäße Behandlung oder Nutzung durch den Auftraggeber oder Dritte verursacht wurden und nicht vom Auftragnehmer zu vertreten sind.
§13 Datenschutz
1. Personenbezogene Daten des Auftraggebers werden im Rahmen der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), verarbeitet. Weitere Informationen zu Art, Umfang, Zwecken und Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung enthält die Datenschutzerklärung des Auftragnehmers unter www.garten-bouten.de.
§14 Bildnutzung für Referenzzwecke
1. Die Veröffentlichung von Fotografien abgeschlossener Projekte (z. B. Gartenanlagen, Pflanzungen, Wege) auf der Website oder in Werbematerialien erfolgt ausschließlich nach vorheriger Zustimmung des Auftraggebers. Es werden keine personenbezogenen Daten oder identifizierbaren Informationen ohne ausdrückliche Einwilligung veröffentlicht.
§15 Schlussbestimmungen
1. Diese Allgemeinen Geschäfts- und Zahlungsbedingungen gelten ab dem 01.10.2026 für alle ab diesem Zeitpunkt geschlossenen Verträge und neu beauftragten Leistungen, sofern sie wirksam in das jeweilige Vertragsverhältnis einbezogen wurden.
2. Für bereits zuvor geschlossene Verträge gelten diese Allgemeinen Geschäfts- und Zahlungsbedingungen nur, soweit ihre Einbeziehung nachträglich zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber vereinbart wurde.
3. Individuelle Vereinbarungen zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber haben Vorrang vor diesen Allgemeinen Geschäfts- und Zahlungsbedingungen.
4. Es gilt deutsches Recht.
5. Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
6. Gerichtsstand für Streitigkeiten mit Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Auftragnehmers.